Abgasskandal: Neue Vorwürfe gegen Audi – Ansprüche jetzt prüfen lassen

Nach Recherchen des Bayerischen Rundfunks sowie des „Handelsblatts“ hat  der Audi-Konzern bei verschiedenen Motoren nicht nur eine, sondern vier Abschalteinrichtungen genutzt. Die Öffentlichkeit wurde über diesen Umstand vom Bundesverkehrsministerium jedoch nicht in Kenntnis gesetzt.

Der Bericht beruft sich auf Bescheide des Kraftfahrtbundesamtes, die bis ins vergangene Jahr hinein ausgestellt wurden. Daraus ergeben sich völlig neue Dimensionen: Insgesamt sollen circa 200.000 größere Dieselmotoren mit der Abgasnorm Euro 6 betroffen sein, die auch bei Volkswagen und Porsche zum Einsatz kamen.

Wohl nur eine von vier Abschalteinrichtungen als unzulässig beurteilt

Aus den nicht öffentlichen Bescheide ergäbe sich, dass Audi nicht nur eine, sondern vier Abschalteinrichtungen in den Fahrzeugen verbaut habe.Dank dieser Manipulationen waren die Fahrzeuge auf dem Prüfstand deutlich sauberer als im realen Verkehr.

Das KBA habe allerdings nur eine dieser Software-Einrichtungen, konkret geht es um die sogenannte „Aufwärmfunktion“, als unzulässige Abschalteinrichtung gewertet. Die anderen drei „Strategien“ habe Audi freiwillig entfernen können, berichtet der Sender unter Berufung auf die Bescheide.

Viele Modelle gar nicht erst geprüft

Das Unvorstellbare: Die Behörde habe die meisten Modelle gar nicht erst geprüft, sondern sich stattdessen auf die Angaben des Herstellers verlassen. Das lässt tief blicken: Liegt es doch auf der Hand, dass man sich bei den im Raum stehenden Betrugsvorwürfen ein eigenes Bild verschafft und ermittelt. Dies ist jedoch offensichtlich unterblieben.

Der Jurist Martin Führ von der Hochschule Darmstadt, auch Gutachter im Abgasuntersuchungsausschuss des Bundestags, geht nach Sichtung mehrerer Bescheide davon aus, dass das KBA alle vier Strategien als Abschalteinrichtung qualifizierte und diese auch „nicht nötig waren für den Motorschutz, denn dann hätte man sie nicht herausnehmen können.“

Auch die Münchner Staatsanwaltschaft, die im Zuge des Abgasskandals bei Audi gegen 27 Beschuldigte ermittelt, sieht die Arbeit des Kraftfahrtbundesamtes kritisch. Laut dem Bayerischen Rundfunk ginge aus vertraulichen Unterlagen hervor, dass das KBA Audi mehrfach über Maßnahmen wie Rückrufe informiert habe, ohne zuvor die Staatsanwaltschaft davon in Kenntnis zu setzen. Zu einer Stellungnahme sah sich das KBA jedoch nicht in der Lage.

Die Luft wird dünner – Rechte gegen Audi durchsetzen

Die Schlinge für Audi zieht sich so immer weiter zu. Die Rechtsprechung im Abgasskandal ist in den letzten Jahren ohnehin immer verbraucherfreundlicher geworden – weite Teile des Vortrages der Automobilkonzerne lassen sich nicht weiter aufrecht erhalten und können auch die Gerichte nicht mehr überzeugen. Die Entwicklung ist dank zahlreicher Veröffentlichen investigativer Recherchen als durchweg positiv zu beurteilen.

Betroffene Kunden besitzen also ausgezeichnete Chancen, Ihre Rechte gegen Audi gerichtlich durchsetzen zu lassen  – erst recht wenn man eine Rechtsschutzversicherung im Rücken hat. In Betracht kommt sowohl eine Rückabwicklung als auch eine Einmalzahlung. Die Kanzlei Bödecker betreut Verbraucher seit Beginn des Abgasskandals und verfügt über Erfahrung aus weit über 100 Verfahren. Zögern Sie nicht uns zu kontaktieren, gerne stehen wir Ihnen im Rahmen eines kostenlosen Erstberatungsgespräch zur Verfügung.