Abgasskandal – Verbraucherfreundliche Rechtsprechung setzt sich fort

Das Landgericht Frankfurt am Main hat den Automobilhersteller Volkswagen in einem aktuellen Urteil vom 12.11.2018 (Aktenzeichen: 2-33 O 192/18) zur Zahlung von Schadensersatz wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung verurteilt. Die Frankfurter Richter entscheiden damit zugunsten des Klägers, der im Juni 2014 einen gebrauchten Touran 2.0 TDI für rund 22.800 Euro erstand. Zwei Jahre später wurde an dem Fahrzeug ein Softwareupdate durchgeführt – im März 2018 verlangte der Kläger von Volkswagen die Rückabwicklung des Kaufvertrags.

Seine Klage hatte vor dem LG nun Erfolg. Der Kläger habe einen Schadensersatzanspruch in Höhe von rund 19.300 Euro Zug um Zug gegen Rückgabe des Fahrzeugs wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung.

Wichtig: Auch das Landgericht Frankfurt stellte sich auf den Standpunkt, dass das durchgeführte Software-Update den Schadensersatzansprüchen nicht entgegensteht. Die Kammer begründete dies damit, dass der Schaden bereits im Zeitpunkt des Vertragsschlusses eingetreten sei und der Kläger das Fahrzeug nicht erworben hätte, wenn er von der Manipulation der Software gewusst hätte.

Trend in der Rechtsprechung setzt sich fort - Ansprüche nicht verjähren lassen

Mit der Entscheidung bestätigt das Frankfurter Landgericht den Trend in Richtung Verbraucherfreundlichkeit und dem völlig richtigen Schritt, Volkswagen wegen der Diesel-Manipulationen zu verurteilen. Fast deckungsgleich hatte zuletzt das LG Heilbronn entschieden.

Damit ist im Lichte dieser höchst erfreulichen Rechtsprechung höchste Zeit, bestehende Ansprüche gegen den Volkswagen-Konzern rechtzeitig geltend zu machen und sich nicht auf ein langwieriges und beschwerliches Musterverfahren zu verlassen. Eine entsprechende Klage muss bis zum 31.12.2018 eingereicht werden, sonst verjähren die Ansprüche.

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